Das Projekt zirkulierBAR war ein Forschungsprojekt in Eberswalde, im Landkreis Barnim. Das Projekt wurde im Rahmen der BMBF-Fördermaßnahme REGION.innovativ gefördert. Das Konsortium bestand aus Kommunen, Start-Ups, Unternehmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen. Ihr gemeinsames Ziel war, bis 2024 in der Region Barnim-Eberswalde ein Leuchtturmprojekt für eine regionale und nachhaltige Kreislaufwirtschaft aus sanitären Nebenstoffströmen umzusetzen.

Herzstück des Projekts war eine Forschungsanlage in Eberswalde, die zu einem Reallabor erweitert und technisch weiterentwickelt wurde. Im Projektzeitraum wurden dort gewerblich gesammelte Inhalte aus Trockentoiletten zu Humuskompost und flüssigem Mehrnährstoffdünger veredelt. (Urin und Fäzes enthalten ca. 80 Prozent der Nährstoffe, die in kommunalem Abwasser enthalten sind.) Das Projekt besaß zwei Forschungsschwerpunkte: 1. die Qualität und hygienische Unbedenklichkeit der Recyclingdünger vergleichbar zu herkömmlichen synthetischen Düngern sowie tierischen

Wirtschaftsdüngern zu sichern und zu standardisieren, und: 2. die rechtlichen und kulturellen Barrieren, die beim Einsatz und der Akzeptanz von Recyclingdüngern entstehen könnten, abzubauen.

Es wurden abfall- und düngerechtliche Rahmenempfehlungen entwickelt und Dialog-Veranstaltungen mit Politik, Wirtschaft und Gesellschaft durchgeführt. Das zirkulierBAR-Reallabor hat Interessierte aus dem Gartenbau, der Landwirtschaft, der Düngemittelproduktion sowie aus Kommunen und Unternehmen im ganzen Bundesgebiet angezogen.

Das IZT hatte die Aufgabe der Selbstevaluation im Projektkonsortium (In Kooperation mit der Konsortial-Leitung IGZ).

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